Plötzlich bekam ich es mit der Angst zu tun
Wie alles begann - Episode 2
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5/8/20242 min read


Die neue bzw andere Wohnung wäre in einer anderen Stadt gewesen, was per se ja kein Problem dargestellt hätte. Ebenfalls wäre es ein Erstbezug gewesen, was natürlich nice ist. Hatte ich tatsächlich schon mal, als ich das erste Mal von zu Hause ausgezogen bin. Bei der Wohnung war es aber so, dass ich sie sozusagen ab Katalog habe nehmen müssen. Dies barg einige Gefahren. Zum einen geht man eine Verpflichtung ein und ist nicht ganz sicher, dass die Bauten bis zum Tag X abgeschlossen sind. Wenn nicht, sitzt man in der Tinte oder besser noch: auf der Strasse. Nach Langem Hin und Her habe ich mich, natürlich nach dem ich bereits unterschrieben hatte, dafür entschieden die Wohnung nicht zu nehmen. Dies aus mehreren Gründen. Erstens hatte ich über meinen damaligen Arbeitgeber die Möglichkeit, noch kurzfristig eine andere Wohnung anzuschauen, die in der gleichen Stadt wäre und vom Preis her ebenfalls im Bereich des Möglichen und zweitens sogar noch früher verfügbar war. - Klingt doch alles toll oder? Leider nicht ganz! Ich hatte ja immer noch die andere Wohnung (am Hals). Im dümmsten Fall müsste ich zwei Mieten zahlen und das wäre mein sicherer Privatkonkurs gewesen.
Ich habe wirklich Blut geschwitzt eine Zeit lang. Dann kam der erlösende Anruf der Verwaltung: Sie haben meine Wohnung weitervermietet! Phuuuuu!! Soweit so gut. Dennoch musste ich ja dann erst noch umziehen.
Fast forward zum Umzugstermin. Ich stand mind. eine Woche davor schon unter Hochstress. Als der Tag dann kam, steigerte es sich nochmals. Auch wenn es nicht mein erster Umzug war und ich bereits etwas früher in den Keller konnte, hatte ich die Menge meiner Habseligkeiten recht unterschätzt. Wie ihr euch denken könnt, steigerte dies mein Stresslevel ins Unermessliche. Ich wusste keinen Ausweg mehr und rief meine Exfreundin an. Diese hatte zum Glück Zeit und war gewillt mir zu helfen, was sie dann auch Tatkräftig tat, dafür bin ich ihr heute noch dankbar!
Aber was war natürlich wieder der Gedanke von mir über mich selbst? Klar: Ich habe versagt, einmal mehr! Eine solche Denkweise is a recipe for personal desaster...Eigentlich sollte ich das bis hier hin schon gemerkt haben, leider nein. Obwohl ich dare I say oft Komplimente für die unterschiedlichsten Dinge bekommen habe, hatte (und habe immer noch) fast nur Kritik für mich übrig. - Bitte liebe Leute, setzt alles daran, dass ihr euer grösster Fan werdet! Ihr müsst euch nicht für den/die Geilste halten aber habt auch mal Lob für euch selbst übrig! Gerne auch einmal zu viel! Wenn wir uns selbst nicht leiden können, wer soll es denn dann tun?! Wenn ihr auch nur etwas von meinen Texten mitnehmt, dann dass man sich selbst nicht zu ernst nehmen soll aber sehr wohl (zu) wichtig! Wie schon erwähnt, sei dein grösster Fan.
Hier eine kleine Aufgabe für den nächsten Morgen: Wenn du dich im Spiegel anschaust, lächelst du für 1 volle Minute. Es gibt sogar Leute, die diese Übung mit lautem Lachen machen (soll wohl noch mehr helfen..). Du wirst sehen und spüren, dass sich deine Laune hebt. - Glaubst du nicht? Probiere es aus, ich habe es erst auch nicht für möglich gehalten. Dennoch verwende ich diese kleine aber wirksame Übung immer noch. Geht auch super im Auto by the way.