Geht es mir wirklich so schlecht?
Vergleichen...
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9/12/20242 min read


Auch wenn ich derweil nur beschränkt am Leben Teilhaben kann, stelle ich mir immer mal wieder die Frage, geht es mir wirklich so schlecht? Darf ich überhaupt "lamentieren"? Dies geht besonders so, wenn ich mir beispielsweise Sendungen auf Youtube an, welche Leute zeigen, die ihr Hab und Gut verloren haben oder einfach sozial komplett randständig sind obwohl sie sich so sehr Mühe geben. Meist sind das zwar Schicksale aus anderen Ländern als die Schweiz. Dennoch bin ich überzeugt es gibt sie auch bei uns.
Ich habe es sicher schon mal erwähnt: Es ist ein schmaler grad, zwischen sich zwischendurch Luft zu machen und kund tun, dass es einem schlecht geht. Darf und soll man aus meiner Sicht. Dennoch sollte es nicht zur Gewohnheit werden, da man sonst sich selbst und auch seine Mitmenschen runterzieht, was keinem gut tut. Gerade heute habe ich wieder mal ein kurzes Video gesehen, das Sexworkers in Deutschland zeigt. Was sie so machen, wie sie ihr Geld verdienen und trotz Prostitutions-Gesetz, es ihnen noch schlecht bis miserabel geht...Da kam natürlich bei mir schon der Gedanke hoch: Darf ich da mit meiner "kleinen" Angststörung überhaupt etwas sagen? Man muss sich meines Erachtens immer wieder vor Augen führen, dass man, auch wenn das nicht gerecht ist, nun mal andere Voraussetzungen hat, als andere. Allerdings bin ich mir fast sicher, dass sich psychische Krankheiten immer etwa ähnlich verhalten, egal in welchem Land man geboren ist. - Was denkt Ihr darüber?
Ein anderer Gedanke von mir war dann aber auch, wieso "vergleiche" ich mich überhaupt mit anderen? Das ist btw. ein Problem, welches mich schon mein ganzes Leben begleitet...Meist vergliche ich mich mit meinen engen Kollegen bzw. Freunden - Egal wie man denkt, dass man bei einem solchen Vergleich abschneidet, ist es per se einfach Gift. Versucht das möglichst nicht zu machen und konzentriert euch auf euch selbst. Ich sage das aus der Sicht eines Betroffenen.
Falls ihr euch jetzt denkt? Aber ein Bisschen Competition schadet doch nicht?! Sich mit anderen zu messen ist etwas anderes als immer zu denken was habe ich was die anderen nicht haben und vice versa. Trust me on this, es macht nur unglücklich. Ebenfalls wird es euch schwerer fallen anderen ihr Glück zu gönnen. Und klar, wir alle haben diese eine Person im Leben, der man einfach nichts gönnt🤣 aber bei allen anderen sollte man gönnen können. Es ist auch ein wirklich schönes Gefühl, wenn man sich genuine für jemanden freut.
Nochmals kurz bezüglich des "Motzens",
Ich finde es wirklich wichtig, dass man beispielsweise in einer Beziehung oder bei guten Freunden mal Dampf ablassen kann. Man muss nur aufpassen wenn es in Richtung Lamentieren geht, kann es für die eine Seite anstrengend und irgendwann ermüdend sein. Dennoch gibt es immer wieder Ausnahme-Situationen, bei denen ein erhöhter "Motz-Level" i.O. sein sollte. Wie z.B. kurz nach einer Trennung oder einem anderen einschneidenden Erlebnis
Wie denkt ihr darüber? Let me know in the Comments!⬇